Lehrlingslager 2026
Dieses Jahr reisten wir nach Nesslau–St. Johann zur Familie Lusti und unterstützten sie bei der Teilinstandstellung ihres über 150 Jahre alten Stalls.
Unsere Reise begann am Zürich Hauptbahnhof. Von dort aus fuhren wir gemeinsam zum Bauernhof der Familie Lusti. Nach unserer Ankunft mussten wir auf ein anderes Fahrzeug umsteigen, da wir mit dem Firmenbus nicht bis zum Hof beziehungsweise zur Unterkunft weiterfahren konnten.
Nach einer kurzen Einführung in die bevorstehenden Arbeiten ging es bereits los. Mithilfe des Raschal-Schalungssystems erstellten wir die ersten Schalungen für die neuen Betonwände. Für viele Lernende war dies besonders spannend, da sie bisher nur wenig Erfahrung mit diesem System sammeln konnten. Entsprechend hoch war die Motivation und alle arbeiteten mit grossem Einsatz mit.
Nach dem Mittagessen, das allen hervorragend schmeckte, machten wir uns direkt wieder an die Arbeit. Die Schalungen wurden fertiggestellt und anschliessend konnten wir mit dem Betonieren beginnen.
Während des Lehrlingslagers arbeiteten wir zudem mit anderen Berufsgruppen und Unternehmen zusammen. Die Firma Jäggi Brugg war ebenfalls vertreten und brachte einen Maurerlernenden mit, wodurch ein spannender Austausch zwischen den verschiedenen Teams und Fachrichtungen entstand. Zusätzlich wurde unser Team von einem Zimmermann aus der Zimmerei unterstützt, der seine Erfahrungen einbringen und uns tatkräftig bei den Arbeiten unterstützen konnte.
Auch die Abende kamen nicht zu kurz und waren stets von guter Stimmung und viel Spass geprägt. Am Dienstag besuchten wir sogar das Schwimmbad, um uns bei den sommerlichen Temperaturen etwas abzukühlen.
Bis zum Ende der Woche konnten wir sämtliche Betonwände fertigstellen. Zusätzlich erstellten wir einen kleinen Vorplatz mit Rasenverbundsteinen, füllten den Bereich hinter den Wänden auf und bauten die Magerbetonsohle ein.
Ein besonderes Highlight war die interessante Führung am Donnerstagnachmittag über den Bau der neuen Säntisbahn. Nach dem Lawinenabgang im Jahr 2019, bei dem eine wichtige Stütze der Bahn beschädigt wurde, musste eine Ersatzbahn erstellt werden. Besonders beeindruckend war dabei, dass versucht wurde, die Anzahl der notwendigen Helikopterflüge auf ein Minimum zu reduzieren.
Nach der Führung gab es für alle noch ein wohlverdientes Glacé.
Am Freitag hiess es nochmals Vollgas geben. Bis zum Mittag mussten wir die Magerbetonsohle fertig einbauen und die letzten Arbeiten abschliessen.
Unser Fazit: Das Lehrlingslager 2026 war ein voller Erfolg. Wir konnten viele neue Erfahrungen sammeln, unsere Zusammenarbeit im Team stärken und die Woche ohne grössere Unfälle oder Verletzungen abschliessen, abgesehen von einem verstauchten Knöchel, für den glücklicherweise schnell eine Lösung gefunden wurde.